Grenzen setzen – dein unterschätzter Karrierebooster – inklusive Leitfaden!
Grenzen setzen entscheidet darüber, ob du dich selbst respektierst – und damit auch, ob andere dich respektieren. Ob du für deine Erfolge sichtbar wirst. Ob du strategisch mitgestaltest oder nur reagierst.
In dieser Solo-Episode #444 teilt Vera Strauch, Gründerin der Dear Monday Leadership Academy und erfahrene Leadership Trainerin, sechs konkrete Boundary Shifts für Führungsfrauen, Projektleiterinnen und Expertinnen – praxisnah, direkt anwendbar und mit klaren Formulierungen für den Berufsalltag. Inklusive Leitfragen für deine besten Grenzen, die du hier herunterladen kannst.
Für wen ist diese Episode?
Diese Episode ist für dich, wenn du dich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennst:
- Du sagst oft Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst
- Du machst dich verantwortlich für die Gefühle und Reaktionen anderer
- Du arbeitest viel, wirst aber nicht ausreichend für deine Leistung gesehen
- Du möchtest als Führungskraft authentisch Profil zeigen, ohne als „schwierig“ zu gelten
- Du willst deine Energie gezielter einsetzen und strategisch wirksamer sein
Die 6 Boundary Shifts im Detail
Boundary Shift 1: Radikale Ehrlichkeit – Verstehe dein Ja-Problem
Bevor du Grenzen setzen kannst, musst du verstehen, warum du sie nicht setzt. Angst, nicht mehr gemocht zu werden? Sorge, als undankbar oder zickig zu gelten? Die Angst zu benennen ist der erste Schritt, sie zu überwinden – und oft der wirkungsvollste.
Boundary Shift 2: Selbstakzeptanz – Mach dich selbst zur Priorität
Niemand sonst wird das für dich tun. Grenzen entstehen aus Klarheit: Was sind deine Standards? Was brauchst du, um langfristig gut zu führen? Karriere ist kein Sprint – sondern ein Marathon, der durchdachte Rahmenbedingungen braucht.
Boundary Shift 3: Überverantwortlichkeit loslassen
Du bist verantwortlich für deine Handlungen – nicht für die Gefühle anderer Menschen. Wer andere ständig vor ihren eigenen Emotionen schützt, nimmt ihnen die Chance, in ihre eigene Verantwortung zu wachsen.
Boundary Shift 4: Lösungsorientiert kommunizieren – Ein gutes Nein fördert Kooperation
Ein klar formuliertes Nein bringt Menschen näher zusammen, schafft Respekt und signalisiert Führungsstärke. Vera teilt konkrete Formulierungen für typische Situationen im Joballtag – von Kollegen über Vorgesetzte bis zu Netzwerkkontakten.
Boundary Shift 5: Grenzen als Positionierung – Werde sichtbar durch das, wofür du stehst
Grenzen kommunizieren: Meine Zeit ist wertvoll. Ich bin hier, um Impact zu haben. Ich weiß, was ich gut kann. Damit schärfst du dein Profil in der Organisation – und sorgst dafür, dass die richtigen Menschen an dich denken.
Boundary Shift 6: Präsent bleiben – Hol dir das Ruder zurück
Ohne Reflexionsroutine übernehmen andere das Ruder. Regelmäßiges Innehalten – auch im Nachgang von Entscheidungen – gibt dir die Kontrolle zurück. Denn fast keine Entscheidung ist wirklich irreversibel.
Dein Boundary-Toolkit: 4 Fragen für den Alltag
- Einladung oder Erwartung? Nicht jede Anfrage ist eine Verpflichtung.
- Wenn ich Ja sage – wozu sage ich Nein? Zu Schlaf, Fokus, eigenen Prioritäten?
- Kann ich halten, was ich verspreche? Ein ehrliches Nein ist professioneller als ein Ja, das du nicht erfüllst.
- Welche Bälle lasse ich bewusst fallen? Nicht alles muss jongliert werden.
Links & Literatur:
- Whitepaper: Dein Leitfaden zum Grenzen setzen
- PINKSTINKS e.V.
- Buch: all about love von bell hooks
- Buch: Essentialismus von Greg McKeown
- Podcast-Folge: Nein sagen
- Podcast-Folge: Manage your Manager